Ein Jahr die Pest - Caligatus Feleus

Was niemand gedacht hätte, wurde wahr.
Das Leben eingefroren, die Freude ebenso.
Erst dachte man, das gehe schnell vorbei. Im Herbst wird alles besser, sagten sie.

Doch dann kam ein Winter. Eisig und hart und wenig Licht. Nun steht Frühling bevor.
Doch was für einer? Niemand kann es vorhersehen. Wann wird das Eis schmelzen?

Du möchtest wissen, wie es den Caligaten geht. Wie es weitergeht.
Hier die Geschichte eines kalten Jahres.

Im März 2020 wurde den Caligaten klar, dass ihre Anlässe im Jahr 2020 durch das grassierende Coronavirus gefährdet sein würden. Dabei ging es um Hochzeiten, Bogenturniere und vier der grösseren Schweizer Mittelaltermärkte. Scheibchenweise verbot der Bund Anlässe, und statt Mitte März mit der Werbung und dem Vorverkauf zu beginnen, liefen hinter den Kulissen die Drähte heiss.

Was absagen, was ist noch möglich? Verschieben? Auf wann? Machen die Künstler mit? Wird die Situation besser oder schlechter? Wie wird der Herbst aussehen? Der März und der April 2020 waren mit Abstand die anstrengendsten Monate aller Zeiten für die tapferen Ritter.

Schliesslich mussten wir feststellen, dass das Geld niemals reichen würde, ein Jahr ohne Einnahmen zu überstehen. Aufgeben? Kämpfen?

Deshalb wurde ein Hilfsprogramm auf die Beine gestellt: «Rette die Ritter». Da konnten von virtuellen Tickets über Tankfüllungen bis zu richtig grossen Beiträgen verschiedenste Hilfsangebote gekauft werden. Das Programm ging Ende April online.

Was dann kam, hat uns überwältigt. Nach 3 Tagen war die Grenze von 5000 Franken geknackt!

Am 9. Mai wurde den Caligaten ein Covid-19-Kredit bewilligt. Mitte Mai ging ein Gesuch um Ausfallentschädigung an das Kulturamt des Kantons Bern. Die Ritter waren guten Mutes.

Um unseren Marktfahrern zu helfen, wurde Mitte Mai ein virtueller Mittelaltermarkt auf der Caligaten-Webseite eröffnet.

Am 19. Mai erreichte uns via Online-Shop eine Bestellung von 12x ein «Virtuelles Hilfsticket "Ein Tag Licht für die Ritter"» im Gesamtwert vom 2604 Franken! Spender Stefan und seine Frau Nadja hatten uns kurzerhand ihr Feriengeld überwiesen! Damit stand die Hilfsaktion schon bei über 10'000 Franken.

In der Zwischenzeit war das Gesuch der Ritter um Ersatz der Ausfälle abgelehnt worden. Am 12. August musste auch der letzte Mittelaltermarkt in Biel ins 2021 verschoben werden. Wieder mussten die Ritter um Hilfe rufen, denn es hiess nun, 7 Monate bis April 2021 ohne Einnahmen zu überstehen.

Im Juni und Juli wurden in Rüschegg 4 Hoffeste veranstaltet mit jeweils 50 Personen. Weiter fanden von Juli bis Oktober 4 grosse Bogenturniere statt. 5 Talersammleraktionen in Steffisburg und Bern im September/Oktober zugunsten der Aktion «Rette die Ritter» wurden mit viel Elan und grossem Einsatz realisiert.

Und nun stand die dunkle Zeit bevor. Die Ansteckungszahlen begannen wieder zu steigen und der Mut der Ritter zu sinken. Trotz allem haben die Ritter den beliebten Adventskalender vorbereitet und dann im Dezember damit vielen Freunden eine Freude bereitet. Lockdown wurde zum bestimmenden Wort, unter anderem blieben die Restaurants geschlossen.

Und nun ist wieder März. Wieder würden wir gerne die Werbung starten und die Vorverkäufe öffnen. Doch momentan sind Anlässe verboten, ganze 15 Personen dürfen sich draussen treffen.

Wo stehen die Ritter?
 

  1. «Rette die Ritter»
    Die Aktion hat rund 18'000 Franken eingebracht. Ohne sie bzw. ohne unsere Spender wäre unsere Idee schon gestorben. Damit habt ihr nicht nur unsere Herzen gewärmt und Worte reichen nicht aus, um unsere Dankbarkeit auszudrücken. Stellvertretend verbeugen wir uns hier vor Simone, die einen Dauerauftrag von 250 Franken gemacht hat.
     

  2. Finanzen allgemein
    Dank Covid-Hilfen und den Einnahmen der kleineren Anlässe in der Jahreshälfte konnte ein finanzielles Ausbluten zumindest verlangsamt werden. Eigentlich ist die Situation nun dieselbe wie vor einem Jahr. Es wäre an der Zeit, wieder Einnahmen generieren zu können.
     

  3. Caligatus Feleus
    Die Ritter haben als erste Massnahme ihre Fixkosten bestmöglich reduziert. Von anfänglich ca. 8000 Franken pro Monat konnten die Kosten auf ca. 5000 Franken pro Monat gesenkt werden.
    Mit den Covid-Hilfen und den Spenden konnten so etwa 7 Monate überbrückt werden. Das sind 7 Monate von 15. Und der Rest?
    Patrick Ruch arbeitet als selbständiger Schreiner. Die entsprechende Auftragslage vorausgesetzt, kann er sich damit im wörtlichsten Sinn über Wasser halten. Die übrigen Ritter arbeiten in ihren Berufen. Die Firma an sich läuft auf absoluter Sparflamme. Doch eigentlich müsste sich das jetzt ändern.
     

  4. Ausblick Veranstaltungen
    Ob Lockerungen kommen und wie weit, steht momentan in den Sternen. Klar, dass wir am Planen sind und Eingaben etc. machen. Aber die Lage ist sehr unklar. Der Anlass vom 23. April in Laupen kann höchstwahrscheinlich nicht durchgeführt werden. Ob die grossen Anlässe Hinwil, Burgdorf und Biel stattfinden können und wie, ist momentan nicht vorhersagbar. Dasselbe gilt momentan für Hochzeiten, Hoffeste oder Bogenturniere. Fakt ist: heute haben x grosse Festivals in der Schweiz und Deutschland ins 2022 verschoben. Woran erinnert euch das?
     

 

Freunde, was nun?

Diese Frage stellen wir uns täglich. Wieder warten wir auf Entscheide des Bundes, die wir nicht beeinflussen können. Wieder warten wir auf Entwicklungen der Pandemie, die wir nur im Kleinen beeinflussen können. Dabei wissen wir, dass Du und viele Menschen darauf brennen, endlich wieder beisammen sein zu dürfen.

Sollen wir weiter um Hilfe betteln?

Es ist schwer, vom doch stolzen Veranstalter zum Bittsteller zu werden. Noch schwerer wird es, weil wir wissen, dass auch unsere Besucher nicht auf Rosen gebettet sind und selber unter der Pandemie leiden. Das Schwerste aber ist, dass wir nicht garantieren können, dass die Hilfe schlussendlich das Überleben wirklich sichert. Im schlimmsten Fall hast Du dir Geld vom Mund abgespart, das im ganzen Seuchenwahnsinn schlussendlich doch ohne Wirkung verdunstet. Das wollen wir nicht und deshalb sind wir eher ruhig geworden in letzter Zeit.

Zu diesem Thema und allem anderen in diesem Newsletter freuen wir uns auf deine Meinung.

 

Ritterliche Grüsse, Deine Caligaten

Die Ritter brauchen deine Hilfe.

In zehn Jahren Aufbauarbeit wurde Caligatus Feleus zu dem, was es heute ist. Seit 2018 eine GmbH und die vollamtliche Tätigkeit von Patrick "Pädu" Ruch. Dazu noch Arbeit- und Auftraggeber weiterer OK-Mitglieder sowie Dutzender Helfer und Lieferanten, Marktfahrern und Handwerkern. Ein grosses Geschäft ist das nicht, aber es ernährt die Seinen, ohne sie reich zu machen. Nach der Saison 2019, wo die Kosten vollumfänglich gedeckt und einige Fränkli zurückgelegt werden konnten, gingen wir mit der Übernahme des Mittelalterspektakels zu Hinwil "all in".

Mit Herzblut wurde geplant, vorbereitet und gewerkelt. Im Mai sollte der erste Markt in Laupen stattfinden und damit die ersten Einnahmen hereinkommen. Die "Durststrecke" vor dem ersten Anlass ist für kleine Veranstalter normal. Wir sind Überlebenskünstler, wenn es darum geht, zwei Monate zu überbrücken.

 

Dann kam das Virus.

 

Erst waren es Absagen von Hochzeiten und Zeltvermietungen. Dann kam der Lockdown und das Verbot von Grossveranstaltungen. Den Rest kennst du.

Statt mit den letzten Tropfen Benzin zur Tankstelle zu kommen, hat der Bund uns quasi die Tankstelle weggenommen.
Dafür gibt er uns auch Hilfen, die wir natürlich gerne annehmen.

Nur-das reicht nicht. Nicht, um ein Jahr ohne Einnahmen zu überleben.
Wenn für uns nicht ein Wunder passiert, sieht die Zukunft düster aus.

 

Willst du ein Teil unseres Wunders sein? Uns helfen zu überleben?
Wir haben, wie immer mit viel Liebe, versucht, mit ein paar virtuellen Produkten zu visualisieren, worum es uns nun geht. Wähle ein Produkt (du kannst auch mehrere kaufen), das zu deiner Liebe zum Mittelalter, deiner Grosszügigkeit und deinem Geldbeutel passt.
Du kaufst damit kein Ticket. Du kaufst uns Hoffnung.
Danke!

 

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